Mercators Nachbarn luden zur Gewandprobe ein

Anprobe

Vergangenen Monat luden Mercators Nachbarn zur Gewandprobe ins Kultur- und stadthistorische Museum ein. Ein Bildervortrag verdeutlichte und belegte die historischen Vorbilder, nach denen die Kleidungsstücke angefertigt wurden. Sie geben zudem eine Vorstellung jener Zeit wieder als Mercator hier in Duisburg lebte. Jonas Krüning berichtet:

Das Projekt zur Herstellung von historisch authentischen Gewändern aus der Zeit Gerhard Mercators nimmt schärfere Konturen an: Am 21. Oktober führten die „Mercator Nachbarn“ im Kultur- und Stadthistorischen Museum neueste Gewandstücke vor, handgefertigt aus der Schneiderei „Hafenkult“ von Ulrike Altegoer.

Dabei lag der Fokus an diesem Abend weniger auf Gerhard Mercator selbst, als auf die Zeitgenossen in seinem unmittelbaren sozialen Umfeld. So präsentierte sich Kurt Walter als Bürgermeister und Mercatorbiograf Walter Ghim mit rotem Barett und Weste. Mit einer Haube aus Leinen verkörperte Ulrike Altegoer Mercators Tochter Dorothea und Jonas Krüning stellte sich mit aufgezogenem schwarzem Barett als Johannes Corputius dem anwesenden Publikum vor.

Historische Vorbilder

Der Bildervortrag verdeutlichte auch die Forschungsarbeit bezüglich des Projektes. Unter anderem wurde anhand der Beschreibung der Fürstlichen Hochzeit zwischen Johann Wilhelm und Jakobe von Baden 1585 von Theodor Graminaeus eine Quelle vorgestellt, die weitere Einsichten über die Lebenszeit Gerhard Mercators zu Tage gefördert hat. Mithilfe der gewonnenen Erkenntnisse sollen auch die Vorbereitungen für die Inneneinrichtung des zukünftigen Mercatorhauses konkret umgesetzt werden.

Neben der Person Mercator und den historischen Zeitgenossen war auch die Herstellungsweise des Schneiderhandwerks aus dem 16. Jahrhunderts Thema der Veranstaltung. Zusammen mit dem Fachwissen von Ulrike Altegoer wurde die Besonderheit des verarbeiteten Stoffs für die Gewänder, als auch die Herkunft der Knöpfe und Nähnadeln erklärt. Das Publikum war mehr als angetan von der Präsentation: Nach dem Vortrag probierten Besucher sogleich verschiedene Gewandstücke wie ein Leinenhemd oder weitere Baretts aus.

Passt wie angegossen

Ziel der Zusammenarbeit zwischen den „Mercator Nachbarn“ und Ulrike Altegoer ist der komplette Entwurf eines Gewandes aus authentischen Materialien des 16. Jahrhunderts für Gerhard Mercator. Ferner sollen auch die Gewänder der Zeitgenossen wie Walter Ghim, Johannes Corputius oder Wilhelm dem Reichen vervollständigt werden.

Alle Fotos: K-D Brüggenwerth

Dies mit anderen teilen:
Kategorien: Mercator bei Nachbarn | Schreib einen Kommentar

ABGESAGT: Mercator Matinée: Über Asteroiden und Kometen

Raumsonde Rosetta (offizielles Foto der DLR)

Bei der Mercator Matinée am Sonntag, 23. November, ab 11 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz 1 in Duisburg-Mitte, berichtet Dr.-Ing. Christian Gritzner über Asterioden und Kometen. Unter anderem wird der Raumfahrtingenieur erläutern, wie die erste Landung einer Sonde auf einem Kometen stattgefunden hat. Die Wissenschaftler erhoffen sich dadurch weitgehende Erkenntnisse zur Entstehung unseres Sonnensystems und die Entwicklung des Lebens. Asteroiden und Kometen zählen zu den Kleinkörpern im Sonnensystem. Einige von ihnen gelangen auf ihrer Bahn um die Sonne in Erdnähe. Zahlreiche Krater auf der Erde und dem Mond zeugen von früheren kleinen und riesigen Kollisionen. Wie groß die Chance ist, dass die Erde wieder von einem erdnahen Objekt getroffen wird, soll in diesem Vortrag ebenfalls gezeigt werden.

Dr. Ing. Christian Gritzner

Der Eintritt beträgt sechs Euro, ermäßigt vier Euro.

 

Dies mit anderen teilen:
Kategorien: Kultur- und Stadthistorisches Museum | Schlagwörter: , , , , , | Schreib einen Kommentar

Ergebnisse des Designwettbewerb Mercatorstuhl und Lange Bank für den Portsmouthplatz liegen vor

Im Rahmen eines Design-Wettbewerbs der Stadt Duisburg für Studierende des Fachbereiches Gestaltung der Folkwang Universität der Künste in Essen sollten Sitzmöbel für den neuen Duisburger Bahnhofsplatz / Portsmouthplatz entwickelt werden. Hierbei sollte der beliebte Duisburger Mercatorstuhl ein neues, frisches Design erhalten und dabei seinen Wiedererkennungswert bewahren. Als zweites Objekt sollte die sogenannte Lange Bank, die ebenfalls als Gestaltungselement des Bahnhofsplatzes aus dem Charrette-Verfahren hervorgegangen ist, weiterentwickelt werden.

Insgesamt wurden die Erwartungen der zehnköpfige Jury unter dem Vorsitz von Prof. Marion Digel, Dekanin des Fachbereichs Gestaltung der Folkwang Universität der Künste, durch die Qualität der Entwürfe mehr als erfüllt. Alle vier eingereichten Entwürfe belegen durch individuelle charakteristische Stärken, dass auch innerhalb einer sehr eingegrenzten Ausschreibung mit Ideen und Sorgfalt für das gestalterische Detail, hervorragende, sehr unterschiedliche Ergebnisse möglich sind.

Weiterlesen »

Dies mit anderen teilen:
Kategorien: Allgemein | Schreib einen Kommentar

Mercator-Matinee: 1.000 m tief – Korallenriffe im Dunkeln

Im Rahmen der Reihe Mercator-Matinee gibt es am Sonntag, 26. Oktober, im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Innenhafen um 11 Uhr einen Vortrag zum Thema Korallenriffe. Die monatliche Veranstaltungsreihe der Mercator-Matinéen beleuchtet unter verschiedenen Aspekten die Auswirkungen von Gerhard Mercator bis in unsere Gegenwart hinein.

Vor 2,7 Millionen Jahren setzte auf der Nordhalbkugel ein Zyklus von Kalt- und Warmzeiten ein und führte phasenweise zu einer massiven Vergletscherung bis hinein nach Norddeutschland. Zeitgleich begannen sich Steinkorallen in ca. 1000 m Tiefe in zuvor ungeahnten Ausmaßen anzusiedeln. Damit wurde ein gigantischer Riffbildungsprozess eingeleitet, der bis in die Gegenwart zur Bildung von bis zu 350-m-hohen Korallenhügeln geführt hat. Der Vortrag lädt ein zu einer Reise in die Welt der Kaltwasserkorallen. Basierend auf aktuellen Expeditionen mit den deutschen Forschungsschiffen Maria S. Merian, Meteor und Poseidon werden die faszinierenden Lebensgemeinschaften der tiefen Riffe beleuchtet.

Eine Anmeldung für die Veranstaltung ist nicht erforderlich. Der Eintritt beträgt 6 €, ermäßigt 4 €, inklusive einem Glas Wein oder Saft und dem Besuch der Mercator-Ausstellung!

 

Dies mit anderen teilen:
Kategorien: Kultur- und Stadthistorisches Museum | Schlagwörter: | Schreib einen Kommentar

Mercator–Matinée: Mit dem Segelboot auf den Spuren Magellans

Beim Mercator-Matinée am Sonntag, 28. September, um 11 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz 1 in Duisburg-Mitte erzählt Detlef von Schmeling über seine Segelreise um die Erde.

Mit der Segelyacht „Jenny von Westphalen“, einem hölzernen Boot aus den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts, mit Heimathafen Duisburg, unternahm von Schmeling diese Reise in den Jahren 1995 bis 1997.  Was Detlef von Schmeling und die Crew in diesen zwei Jahren für sich entdeckt haben, davon berichtet er in seinem Vortag.

Die monatliche Veranstaltungsreihe der Mercator-Matinéen beleuchtet unter verschiedenen Aspekten die Auswirkungen von Gerhard Mercator bis in unsere Gegenwart hinein.

Der Eintritt beträgt sechs Euro, ermäßigt vier Euro.

Dies mit anderen teilen:
Kategorien: Kultur- und Stadthistorisches Museum | Schlagwörter: , | Schreib einen Kommentar

Mercators Atlas:Vortrag in der VHS am 23. September

Mercators Globen und Karten eroberten Ende des 16. Jahrhunderts die europäische Welt. Nach ihnen navigierten die englischen, spanischen, französischen und portugiesischen Entdecker, Eroberer und Kolonisatoren der Neuen Welt. Doch Mercators Werk hatte nicht nur Folgen für die Seefahrt. Er sorgte in Europa buchstäblich für ein neues Weltbild, das Philosophie, Theologie, Dichtung und Kunst zu einem fundamentalen Umdenken zwang und den Funken der Aufklärung zündete.

In einem Vortrag zum Thema am Dienstag, 23. September, um 20 Uhr schildert Reinhard Haneld die Folgen der Entdeckung der Neuen Welt und der Veranschaulichung des neuen Bildes der Erde für den geistigen Horizont unseres Kontinents. Der Eintritt zu dem Vortrag im VHS-Gebäude,  Königstraße 47, beträgt fünf Euro an der Abendkasse.

Dies mit anderen teilen:
Kategorien: Allgemein | Schlagwörter: , | Schreib einen Kommentar

Günter Verheugen wird Mercator-Professor

Günter Verheugen, der Ex-Vizepräsident der Europäischen Kommission, übernimmt im Wintersemester die Gastprofessur für Politikmanagement der Stiftung Mercator an der Uni Duisburg-Essen.
Die Gastprofessur wird seit dem Jahr 2008 an ausgewiesene Kenner der politischen Praxis verliehen. So wird Verheugen in einem Seminar mit Studierenden und Promovenden über die Entscheidungsprozesse in der EU diskutieren. Zu seinen sechs Vorgängern gehören unter anderem die früheren SPD-Spitzenpolitiker Peer Steinbrück und Wolfgang Clement sowie die Ex-Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts, Jutta Limbach.

Dies mit anderen teilen:
Kategorien: Universität Duisburg-Essen | Schlagwörter: , | Schreib einen Kommentar

Mercator-Matinée:„Fernando Magellans Weltumseglung 1519-1522, eine Entdeckungsfahrt?“

Dr. Albrecht Sauer hält am Sonntag, 31. August, um 11 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz 1 einen Vortrag mit kritischer historischer Bewertung der berühmten Expedition von Fernando Magellan. Der Referent ist Leiter der Abteilung Nautik des Deutschen Schifffahrtsmuseums in Bremerhaven.

Im Jahr 1519 bricht eine spanische Flotte unter dem Kommando von Fernando Magellan – eigentlich Fernão de Magalhães – auf, um auf dem westlichen Seeweg die indonesischen Molukken zu erreichen. Drei Jahre später kehrt ein einziges Schiff der Flotte zurück: Magellan und der größte Teil der Besatzungen sind tot. Der Erlös der mitgeführten kostbaren Gewürze lässt die Reise jedoch zu einem solchen wirtschaftlichen und politischen Erfolg werden, dass noch 1603 der Nürnberger Verleger Levinus Hulsius gegenüber dem deutschen Lesepublikum von ihr als eine der “wunderbarsten … Schiffarten, so jemals verricht worden” spricht. Auch in der Folgezeit werden Unternehmungen wie diese im Regelfall bewundert. Sie begründen sogar das Signet für eine ganze Epoche: Das Zeitalter der Entdeckungen. Dabei stehen Aspekte wie Wagnis, Kühnheit, der wissenschaftliche Erkenntnisgewinn und die Prosperität der Seefahrt betreibenden Staaten im Vordergrund der Betrachtung. Ob ein solches Verständnis auch heute noch tragfähig ist, thematisiert der Vortrag von Dr. Albrecht Sauer: Er führt in die Fahrt selbst ein und umreißt ihre historische Bewertung.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt kostet sechs Euro, ermäßigt vier Euro inklusive einem Glas Wein oder Saft und dem Besuch der Mercator-Ausstellung.

Dies mit anderen teilen:
Kategorien: Kultur- und Stadthistorisches Museum | Schlagwörter: , , | Schreib einen Kommentar

Einladung: Status Quo des Mercators Gewandes

Referenz: Bronzino: Lesende Frau der Renaissance

Die „Mercator Nachbarn“ lassen Gewänder für Mercator und seine Zeitgenossen anfertigen, die der Zeit von 1569 historisch so genau wie möglich entsprechen. Die ersten Kleidungstücke hat die Kostümbildnerin Ulrike Altegoer fertig gestellt: das Barett für Mercator und die Weste für Walter Ghim, der die Vita seines Freundes Mercator schrieb. Beides werden wir im Laden des „Hafenkults“ an der Wallstraße zeigen und neue Kleidungs- Projekte vorstellen.

Auch Sie können in die Rolle eines Zeitgenossen Mercators schlüpfen!- Möchten Sie Teil eines Gewandes in Auftrag geben?

Dienstag, 2. September 2014, 18 Uhr

Hafenkult Wallstraße 6

Dies mit anderen teilen:
Kategorien: Mercator bei Nachbarn | Schlagwörter: | Schreib einen Kommentar

Schatzsuche: Führung durch die Mercator-Schatzkammer

Eine Familienführung durch die europaweit bedeutende Mercatorsammlung bietet das Kultur- und Stadthistorische Museum am Johannes-Corputius-Platz 1 am Sonntag, 17. August, um 15 Uhr an. Werner Pöhling stellt die „Mercator-Schatzkammer“ vor, in der die Globen und Atlanten des berühmtesten Kartographen vor 400 Jahren ausgestellt sind. Auch der älteste Duisburger Stadtplan aus dem Jahre 1566, der vom Mercatorschüler Johannes Corputius geschaffen wurde, ist dort im Original zu sehen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt kostet 4,50 Euro.

Dies mit anderen teilen:
Kategorien: Kultur- und Stadthistorisches Museum | Schlagwörter: , | Ein Kommentar