Das Mercator-Haus: Projekt Wiederaufbau

Der sensationelle Fund des alten Mercator-Hauses im August 2012 auf dem Gelände des kaufmännischen Berufskollegs vor dem Burgplatz hat Einiges ins Rollen gebracht. Die alten Mauern sollen wieder aufgebaut und genutzt werden. Das Konzept zum ursprünglich geplanten Mercatorquartier ist damit allerdings hinfällig und muss neu entwickelt werden.

Gerhard Mercator, Duisburgs berühmtester Bürger, lebte vor über 450 Jahren in der heutigen Oberdorfstraße. Vor zwei Jahren wurden die Überreste seines alten Wohnsitzes wiederentdeckt. Die Ausgrabungen, bei der Grundmauern, Fußböden und Kelleranlagen gefunden wurden, bestätigten, dass Mercator ein stattliches Haus bewohnte, dessen Geschichte bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht. Abgerissen wurde es übrigens erst Anfang des 20. Jahrhunderts. Wie das Giebelhaus ausgesehen haben muss, weiß man anhand von alten Fotos ziemlich genau.

Der berühmte Kartograph Gerhard Mercator ist mittlerweile zur Identifikationsfigur Duisburgs geworden, sodass sich die Idee des Wiederaufbaus schnell zum Wunschtraum der Duisburger gemausert hat. Auch Oberbürgermeister Sören Link will das Mercator-Haus unbedingt wieder ins Duisburger Stadtbild integrieren: „Ich setze mich für dieses Projekt ein, weil das Mercator-Haus für Attribute wie Weltoffenheit, Toleranz und Bildungsbewusstsein steht!“. (Flyer Bürgerstiftung)

Vor dem Fund sei geplant gewesen das Quartier zwischen Oberstraße, Gutenbergstraße, Burgplatz und Kuhlenwall in der Innenstadt mit mehrstöckigen Gebäuden für Büros und Dienstleistungen sowie mit Giebelhäusern und Wohneinheiten zu versehen und all dies zu einem attraktiven urbanen Quartier mit unverwechselbarem Charakter zu gestalten, welches die geschichtliche Bedeutung des Ortes widerspiegelt. Doch die Ergebnisse des Architektur-Wettbewerbs zum Mercatorquartier lassen sich nicht mit Mercators früherer Bleibe umsetzen.

Aktuell arbeitet die Bürgerstiftung, zusammen mit mehreren Kooperationspartnern, intensiv an einer Machbarkeitsstudie. Mit dem Neubau des Mercator-Hauses soll ein Ort von Bürgern für Bürger entstehen. Bisher wird überlegt Büros, Wohnungen, eine Gastronomie und repräsentative Räume, die von Bürgern z.B. für Familienfeste angemietet werden können, zu integrieren. Auch die Idee, die Mercator-Sammlung des Kultur- und Stadthistorischen Museums in das Mercator-Haus zu verlagern, wird diskutiert. Momentan liegen die alten Gemäuer jedoch noch gut geschützt im Kies, abgedeckt mit Folien, sodass sie erst einmal konserviert sind, bis es einen genauen Plan über die Zukunft des Mercator-Hauses geben wird.

Duisburgs Bürgerinnen und Bürger, ansässige Unternehmen und die Stadt arbeiten mit Nachdruck daran, den Traum vom Mercator-Haus Wirklichkeit werden zu lassen. Wann es so weit sein wird, das steht noch in den Sternen. Fest steht allerdings, dass sich das Projekt „Wiederaufbau Mercator-Haus“ nicht ohne Spenden umsetzen lässt.

Weitere Informationen sowie eine Spendenadresse sind auf dem Flyer der Bürgerstiftung zu finden.

 

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Mercator Matinéen 2014

Durch die hohen Qualitätsansprüche haben die Mercator Matinéen im Kultur- und Stadthistorischen Museum inzwischen ein Stammpublikum in Duisburg gewonnen. Erstmals nimmt die VHS Duisburg die Matinéen in ihr Semesterprogramm auf. Diese Kooperation zeigt, welcher Wertschätzung sich die Vortragsreihe inzwischen in Duisburg und darüber hinaus erfreut. In diesem Jahr wird das Thema „Reisen und Entdecken“ – im weit gefassten Sinne – einen Schwerpunkt bilden. Die Veranstaltungsreihe der Mercator Matinéen beleuchtet unter verschiedenen Aspekten die Auswirkungen von Gerhard Mercator bis in unsere Gegenwart hinein. Weiterlesen »

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Geburtstag: Mercator wird zwei Jahre plus 500

„Wir feiern Geburtstag und laden ein!“

Mercators Nachbarn gaben sich am 5. März die Ehre und zelebrierten den Ehrentag des einstigen Wissenschaftlers, der in diesem Jahr 502 Jahre alt geworden wäre.

Mit einigen Grußworten empfingen Kurt Walter, Klaus-Dieter Brüggenwerth, die beiden Stadtführer, und Mercator alias Roland Wolf die Geburtstagsgäste am Mercatorbrunnen vor dem Rathaus.

Von dort spazierte die Gesellschaft zum einstigen Wohnhauses des Kartografen, dessen Grundrisse für die Gesellschaft auf die, zum Schutz zugeschütteten, Fundamente nachgebildet worden waren.  Klaus Becker von der Bürgerstiftung Duisburg, der sich um das Projekt “Wiederaufbau Mercatorhaus” kümmert, erklärte den weitreichenden Umfang eines solchen ambitionierten Bauvorhabens. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen der Stadt ist gerade eine sogenannte “Machbarkeitsstudie” in Arbeit. Die Ergbnisse sollen um die Osterzeit vorliegen.

Außerdem muss  mittels historischer Bilder/ Bücher/ Funde etc. recherchiert werden, wie Mercators Haus im Detail ausgesehen haben könnte, um es getreu nachzubilden.  Eine echte Herausforderung, die viel zeitlichen Aufwand verlangt.

Zum Abschluss des Geburtstagstreffens ging es in die Kultur- und Stadthistorische Museum. Nach einem kleinen Imbiss erklärt die Designerin Ulrike Altegoer ihre Absicht ein originalgetreues Mercatorgewand zu schneidern, dass sie dem zukünftigen Mercatormuseum (?) widmen möchte. Wenn sie sich allein nur um dieses Kleidungsstück kümmern würde und Tag und Nacht schneiderte, bräuchte sie ganze vier Wochen, um es fertig zu stellen.

Es tut sich also einiges in Sachen Duisburg und Mercator, es bleibt spannend.

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Mercator-Ehrennadel für bürgerschaftliches Engagement

Die Stadt Duisburg zeichnet bürgerschaftliches Engagement mit der Mercator-Ehrennadel aus. Geehrt werden Bürgerinnen und Bürger sowie Institutionen, die besonderes Engagement auf kulturellem, wissenschaftlichem oder pädagogischen Gebiet, in der Heimat- und Brauchtumspflege oder der Erforschung der Stadtgeschichte gezeigt haben. Es sind drei Auszeichnungen vorgesehen. Die Auswahl trifft ein Gremium des Kulturausschusses.

Bis zum 31. März können Vorschläge für eine Ehrung mit schriftlicher Begründung an die Stadt Duisburg, Kulturbetriebe, Neckarstraße 1, 47051 Duisburg gerichtet werden.

Weitere Informationen gibt es bei den Kulturbetrieben unter (0203) 3009-256.

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Jetzt Karten sichern für den 1. Vortrag der Mercator-Professur 2013 Margarethe von Trotta

(c) Heimatfilm

Rechtzeitig Karten sichern: Die neue Inhaberin der Mercator-Professur an der Universität Duisburg-Essen (UDE), die bekannte Schauspielerin, Filmregisseurin und Drehbuchautorin Margarethe von Trotta, kommt am 10. Dezember zu ihrem ersten Vortrag an die UDE (Thema: „Film und Historie. Geschichte im Film“). Interessierte können sich ab dem 15.11. online für die Veranstaltung anmelden (http://www.uni-due.de/de/mercatorprofessur/).

Rektor Ulrich Radtke: „Ich freue mich sehr über diese Ernennung. Margarethe von Trotta ist eine Meisterin der bewegten Bilder, deren Werke international ausstrahlen. Mit der ihr eigenen Handschrift ermöglicht sie neue Sichtweisen, insbesondere auf große Frauen der Weltgeschichte. Gleichzeitig setzt sie Maßstäbe, wie Zeitgeschichte filmisch aufgearbeitet werden kann. So erfüllt sich mit ihr erneut die Grundidee der Mercator-Professur, nämlich Weltoffenheit und debattenanregende Beiträge in der Auseinandersetzung mit wichtigen Zeitfragen.“

1942 in Berlin geboren, verbrachte Margarethe von Trotta ihre Kindheit und Jugend in Düsseldorf. Erste Filmerfahrungen sammelte sie bei einem Paris-Aufenthalt. 1964 trat sie erstmals als Schaupielerin auf. Es folgten Auftritte in Stuttgart und in Frankfurt/Main. Ab Ende der 60er Jahre übernahm sie Rollen in mehreren Filmen von Rainer Werner Fassbinder. Von 1971 bis 1991 war sie mit dem Regisseur Volker Schlöndorff verheiratet, der 2001 die Mercator-Professur innehatte. Seit 1977 führt selbst Regie und schreibt ihre eigenen Drehbücher. Zu den bekanntesten und mehrfach ausgezeichneten zählen „Schwestern oder die Balance des Glücks“ (1979), „Die bleierne Zeit“ (1981), „Heller Wahn“ (1983), „Rosa Luxemburg“ (1986), „Jahrestage. Aus dem Leben von Gesine Cressphal“ (2000), „Rosenstraße“ (2003), „Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen“ (2009) oder auch „Hannah Arendt“ (2012)

Margarethe von Trotta ist Mitglied der Europäischen Filmakademie, der Deutschen Filmakademie, der Akademie der Künste, Chevalier des Arts et des Lettres sowie Offizier der Ehrenlegion. 2010 wurde sie mit einem Stern auf dem Boulevard der Stars in Berlin ausgezeichnet, 2012 erhielt sie die Leo-Baeck-Medaille und anlässlich des Bayerischen Filmpreises 2012 auch den Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten für das Lebenswerk.

Hintergrund: Die Mercator-Professur

Mit der 1997 eingerichteten Mercator-Professur soll das wissenschaftliche Vermächtnis des berühmten Duisburger Kartographen und Universalgelehrten aus dem 16. Jahrhundert wachgehalten werden. Die Persönlichkeiten, die bisher eine Mercator-Professur innehatten, kommen aus Kultur, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Zu ihnen gehören unter anderen: Bundespräsident a.D. Richard von Weizsäcker, Bundesaußenminister a.D. Hans-Dietrich Genscher, der ehemalige Top-Manager Daniel Goeudevert, Filmregisseur Völker Schlöndorff, der Journalist Ulrich Wickert, die Soziologin Necla Kelek, die Nahost-Politikerin Hanan Ashrawi, die Nobelpreisträgerin Prof. Dr. Christiane Nüsslein-Volhard, der Publizist Dr. Peter Scholl-Latour, die Frauenrechtlerin und Journalistin Alice Schwarzer, der Bundesverfassungsrichter a.D. Prof. Dr. Udo di Fabio sowie der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Prof. Dr. Wolfgang Huber.

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Mercator-Matinee: Vortrag über Gemma Frisius, Lehrer von Gerhard Mercator

Im Rahmen der monatlichen Mercator-Matinéen lädt das Kultur- und Stadthistorische Museum am Johannes-Corputius-Platz 1 am Sonntag, 20. Oktober um 11 Uhr zu einem Vortrag über Gemma Frisius ein.

Gemma Frisius war Mediziner, Astronom, Mathematiker, Kartograph und Instrumentenbauer. Ein Mondkrater ist nach ihm benannt und auch ein Raumschiff im Science-Ficton Klassiker „Perry Rhodan“ trägt seinen Namen. Er schuf Globen, verbesserte mathematische Instrumente, wie zum Beispiel das Astrolabium, wandte die Mathematik bei der Vermessung und Navigation in einer neuen Art und Weise an. Er legte die Grundlagen der Triangulation und schrieb schon 1544 über die Camera Obscura.

Gerhard Mercator ist wegen seiner Kartenprojektion und der Prägung des Begriffs „Atlas“ der wahrscheinlich bekannteste Kartograph des 16. Jahrhunderts. Sein Lehrer Gemma Frisius ist nur einer Handvoll Spezialisten bekannt. Es kann behauptet werden, dass Frisius vergleichbar bedeutende Beiträge zur Entwicklung der Kartographie, der Instrumenten- und Globenherstellung leistete. Der Vortrag des preisgekrönten Wissenschaftsgeschichts-Bloggers Thony Christie erläutert Leben und Werk dieses großen Gelehrten und beschreibt seine Rolle in Mercators Ausbildung.

Die monatliche Veranstaltungsreihe der Mercator-Matinéen beleuchtet unter verschiedenen Aspekten die Auswirkungen von Gerhard Mercator bis in unsere Gegenwart hinein.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt kostet 6 Euro, ermäßigt 4 Euro. Im Preis enthalten sind ein Glas Wein oder Saft und der Besuch der Mercator-Ausstellung.

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Auf Mercators Spuren am „Tag der Deutschen Einheit

Das Kultur- und Stadthistorische Museum am Johannes-Corputius Platz 1 lädt am Donnerstag, 3. Oktober, um 15 Uhr zu einer Familienführung ein. Frank Switala wird in der Gewandung von Gerhard Mercator rund um das Rathaus im alten Duisburger Stadtkern und im Museum in der Mercator Schatzkammer Einblicke in das Leben und Schaffen des berühmten Gelehrten geben. Der Eintritt kostet 4,50 Euro, ermäßigt zwei Euro.

 

 

 

 

 

 

Gräfe

 

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Mercator-Matinée: „Vom Kolonialismus zur Globalisierung. Europa und die Welt seit 1500“

Das Kultur- und Stadthistorische Museum lädt am Sonntag, 22. September, um 11 Uhr, zum Mercator-Matinée ein. Professor Reinhardt Wendt gibt einen Überblick, wie Europa im Laufe der letzten 500 Jahre ökonomisch und politisch, aber auch künstlerisch und ideell die heutige Gestalt annahm. Weiterlesen »

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Expertenworkshop zum Mercator-Haus

Mit der Rekonstruktion des ehemaligen Wohnhauses von Gerhard Mercator und der Planung des neuen Mercator-Quartiers beschäftigte sich ein Expertenworkshop am 22. und 23. August im Rathaus. Weiterlesen »

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Geocaching mit Mercator

Die WDR Lokalzeit-Ferienaktion “Geocaching” ist in vollem Gange. Beim Geocaching, der “modernen Schnitzeljagd” treten hier vier Teams gegeneinander an, die sich in der Region an Koordinaten orientieren müssen. Die Koordinaten bekommen die Teams, wenn sie kleine Rätsel lösen. Das macht Spaß und nebenbei entdeckt man Land & Leute neu. Das Team aus Kevelaer darf sich durch Duisburg schlagen und trifft hierbei auf den guten Mercator, der ihnen einen weiteren Hinweis gibt.

Zu Mercator führte folgender Tipp: “Auf ihr Entdecker, berührt den Bildschirm, um Gerhard Kremers Projektion zu sehen. Wenn ihr da seid, findet ihr den Schatz unter der Erde.” (Ziel war also die Mercator-Schatzkammer)

Sendedatum: Donnerstag, der 22. August um 19:30 Uhr.

Edit: Sendetermin ist nun der 23. August, selbe Zeit.

 

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