Gewandprobe

Ein Gewand für Mercators Zeitgenossen ist der Anfang: Ziel ist es, die Kaiser Karl Gesellschaft aus Flandern in historischen Gewändern zu empfangen. Am besten natürlich zur Einweihung des wieder errichteten Mercatorhauses. Soweit die Wunschvorstellung. “Mercator bei Nachbarn” nennt sich die Gruppe hinter dem Projekt. Kurt Walter, Klaus Brüggenwerth, Heinz Hüls, Raphaela Scholer und Jonas Krüning wollen mit ihrem Engagement den Kartografen stärker ins Blickfeld der Duisburger Bürger rücken.

Am 27. Juni gab es erst einmal die erste Kleiderprobe. In der Außenstelle des Künstlerhauses “Hafenkult” stellte die Schneiderin Ulrike Altegoer ihre Arbeit vor.

Sie richtet sich dabei an historische Vorgaben, etwa alte Stiche aus der Zeit Mercators (16. Jh). Die Detailtreue ist hierbei auch die Krux: viele Materialien müssen über besondere Wege angefordert werden (u.a. aus Museen).

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Mercator – Matinée: Maria Sibylla Merian

Zu einem Vortrag über Maria Sibylla Merian (1649 – 1717) lädt das Kultur- und Stadthistorische Museum am Johannes-Corputius-Platz 1 am Sonntag, 6. Juli, um 11 Uhr ein. Prof. Dr. Kurt Wettengl, Direktor des Museums Ostwall in Dortmund, betrachtet Merians Lebensleistung nicht nur unter künstlerischen und naturwissenschaftlichen Aspekten, sondern auch im Hinblick auf ihre Stellung als Verlegerin und Unternehmerin, die sie zu einem Leitbild in der feministischen Literatur gemacht hat.

Schon im Alter von 13 Jahren betrieb Maria Sibylla Merian erste systematische Insektenstudien am Beispiel des Seidenspinners. Waren die Insekten zunächst nur Beiwerk ihrer Blumenbilder, so rückte der „Raupen wunderbare Verwandlung” zunehmend in den Mittelpunkt ihrer Untersuchungen, die sie mit eigenen Kupferstichen in einem mehrbändigen Werk veröffentlichte und selbst verlegte. Ihr bedeutendstes Buch, das großformatige Kupferstichwerk über die surinamischen Schmetterlinge, war das Ergebnis einer zweijährigen gefahrvollen Forschungsreise in die Tropen und machte sie über ihren Tod hinaus berühmt.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt kostet 6 Euro, ermäßigt 4 Euro, und beinhaltet ein Glas Wein oder Saft und den Besuch der Mercator-Ausstellung.

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Mercator, Duisburg, die Schiffe und das Wasser

Am Kultur- und Stadthistorischen Museums am Johannes-Corputius-Platz 1 startet am kommenden Sonntag, 22. Juni, um 15 Uhr ein historischer Spaziergang rund um das Rathaus. Unterwegs erzählt Stadtführer Roland Wolf, wie vielfältig Gerhard Mercator mit Schiffen, Flüssen und Meeren zu tun hatte. Schon in jungen Jahren hatte Mercator zwei Jahre in der großen Hafenstadt Antwerpen verbracht. Gekleidet wie der junge Johannes Corputius nimmt Roland Wolf Jung und Alt mit zum Rathaus, zur Salvatorkirche und zu dem Ort, wo einstmals Mercators Wohnhaus und Werkstatt standen.

Der Rundgang ist die dritte Veranstaltung des Museums in der Reihe „100 Jahre Rhein-Herne-Kanal: KulturKanal 2014“. Das Jubiläum wird in allen Städten am Kanal gefeiert.

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Das Haus am Mercatorplatz 1

Planungsentwurf des Mercator-Nachbaus

 

 

Ganze 3500 Arbeitsstunden stecken in der Machbarkeitsstudie zum Nachbau des Mercatorhauses, die jetzt die Bürgerstiftung Duisburg im Kultur- und Stadthistorischen Museum (KSM) vorgestellt hat. Ein Jahr lang haben bürgerschaftliche Institutionen und Ehrenamtliche in Einzelgesprächen und Diskussionen überlegt, inwiefern das Haus, in dem der Kartograph einst lebte und arbeitete, wieder aufgebaut werden kann. Alles in enger Zusammenarbeit mit Duisburger Architektur- und Planungsbüros. Was ist archetektonisch möglich, wer soll das Gebäude nutzen, welche Kosten müssen bewältigt werden und wer kann diese stemmen – waren die Grundfragen. Weiterlesen »

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Mercators neue Kleider

Gewand für Mercator
2012 wurde nachgestellt, wie der Duisburger Bürgermeister Ghim seinen Freund Mercator zum Einzug in dessen Haus an der Oberstraße begrüßte. Die Kostüme der Darsteller waren zufällig gewählt. Die „Mercator-Nachbarn“ lassen Gewänder für die Familie Mercators anfertigen, die der Zeit von 1569 historisch genauer entsprechen. Begonnen hat die Kostümbildnerin Ulrike Altegoer mit dem Wams von Bürgermeister Ghim und dem Barett von Mercator. Beides wird im Laden des „Hafenkults“ an der Wallstraße vorgestellt; ebenso eine historische Karte aus dem Mercatoratlas, die  dem zukünftigen „Historischen Mercatorhaus“ zur Verfügung gestellt werden soll.

Herzliche Einladung!
Freitag 27. Juni 2014
18 Uhr
Hafenkult Wallstraße 6

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Mercator – Matinée: „In 90 Minuten um die Erde“- Die Weltgeschichte des Reisens

Das Kultur- und Stadthistorische Museum am Johannes-Corputius-Platz 1 lädt am Sonntag, 25. Mai, um 11 Uhr zur Mercator-Matinée ein.

Obwohl selbst ein Stubenhocker, hat Gerhard Mercator, dessen Ideen heute in jedem GPS-Gerät stecken, uns allen das Reisen enorm erleichtert. Dr. Olaf Thomsen, Autor eines Reiseführers und eifriger Sammler von Reiseliteratur, wird die Weltgeschichte des Reisens in Berichten und Briefen vorstellen und dabei auf viele Fragen eingehen: Was steht in dem einzigen antiken Reiseführer, der uns vollständig überliefert ist? Wer hat die antiken Weltwunder noch mit eigenen Augen gesehen, und was berichtet er darüber? Hatte Marco Polo seine China-Reise nur erfunden? Welche Überraschungen und Gefahren erlebten die großen Entdecker? Welche Wege nahmen die ersten Touristen? Mit welcher Geschwindigkeit kamen sie damals voran, welche Karten haben sie benutzt? Reiseberichte, Reisebriefe, Reiseführer haben eine eigene Literatur geschaffen und füllen ganze Bibliotheken. Eine Reihe schöner Exemplare bringt Dr. Thomsen zum Blättern fürs Publikum mit.

Dr. Olaf Thomsen

Die monatliche Veranstaltungsreihe der Mercator-Matinéen beleuchtet unter verschiedenen Aspekten die Auswirkungen von Gerhard Mercator bis in unsere Gegenwart hinein.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt kostet sechs Euro, ermäßigt vier Euro inklusive einem Glas Wein oder Saft und dem Besuch der Mercator-Ausstellung.

 

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Wettbewerb zur Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes nach Ideen Mercators

(c) Stadt Duisburg www.duisburg.de

Die Stadt Duisburg lobt zur Zeit einen Wettbewerb zur künstlerischen Gestaltung des Portsmouthplatzes vor dem Hauptbahnhof aus. Interessierte Künstlerinnen und Künstler sowie Künstlergruppen können 3. November 2014 ihre Vorschläge einreichen. Grundlage für den Wettbewerb war der Planungsprozess zur Neugestaltung des Ortes im Bürgerbeteiligungsverfahren, dem sogenannten Charette-Verfahren.

Der  zentrale Ort des Portsmouthplatzes, der bis dato keine Möglichkeiten zum Aufenthalt bietet und wenig attraktiv ist, ist eine künstlerische Herausforderung. Hier gibt es jede Menge Optionen für spannende “Kunst im öffentlichen Raum”-Projekte.

Eine Prämisse des Wettbewerbes ist, dass die Enwtürfe “eine künstlerische Interpretation basierend auf den kartografischen Ideen Gerhard Mercators, die sich heute in der sogenannten ‘Mercatorprojektion’ wiederfinden lassen” sind. So steht es in der Wettbewerbsauslosung. Weiter heißt es: “Die zentralen, geometrischen Formen der ‘Loxodrome’, vereinfacht ‘geschwungene, gekrümmte Linien’, wurden als Inspirationsquelle und als Leitthema der künstlerischen Beabeitung von Oberflächen oder Ausstattungselementen des Platzes sowie für den Kunstwettbewerb vorgeschlagen. Ziel dieses Wettbewerbes soll es sein, die Möglichkeit einer ‘loxodromatischen Kunstinszenierung” auszuloten.”

Weitere Informationen zu den Wettbewerbsvorgaben finden sich unter www.duisburg.de.

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Das Mercator-Haus: Projekt Wiederaufbau

Der sensationelle Fund des alten Mercator-Hauses im August 2012 auf dem Gelände des kaufmännischen Berufskollegs vor dem Burgplatz hat Einiges ins Rollen gebracht. Die alten Mauern sollen wieder aufgebaut und genutzt werden. Das Konzept zum ursprünglich geplanten Mercatorquartier ist damit allerdings hinfällig und muss neu entwickelt werden.

Gerhard Mercator, Duisburgs berühmtester Bürger, lebte vor über 450 Jahren in der heutigen Oberdorfstraße. Vor zwei Jahren wurden die Überreste seines alten Wohnsitzes wiederentdeckt. Die Ausgrabungen, bei der Grundmauern, Fußböden und Kelleranlagen gefunden wurden, bestätigten, dass Mercator ein stattliches Haus bewohnte, dessen Geschichte bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht. Abgerissen wurde es übrigens erst Anfang des 20. Jahrhunderts. Wie das Giebelhaus ausgesehen haben muss, weiß man anhand von alten Fotos ziemlich genau.

Der berühmte Kartograph Gerhard Mercator ist mittlerweile zur Identifikationsfigur Duisburgs geworden, sodass sich die Idee des Wiederaufbaus schnell zum Wunschtraum der Duisburger gemausert hat. Auch Oberbürgermeister Sören Link will das Mercator-Haus unbedingt wieder ins Duisburger Stadtbild integrieren: „Ich setze mich für dieses Projekt ein, weil das Mercator-Haus für Attribute wie Weltoffenheit, Toleranz und Bildungsbewusstsein steht!“. (Flyer Bürgerstiftung)

Vor dem Fund sei geplant gewesen das Quartier zwischen Oberstraße, Gutenbergstraße, Burgplatz und Kuhlenwall in der Innenstadt mit mehrstöckigen Gebäuden für Büros und Dienstleistungen sowie mit Giebelhäusern und Wohneinheiten zu versehen und all dies zu einem attraktiven urbanen Quartier mit unverwechselbarem Charakter zu gestalten, welches die geschichtliche Bedeutung des Ortes widerspiegelt. Doch die Ergebnisse des Architektur-Wettbewerbs zum Mercatorquartier lassen sich nicht mit Mercators früherer Bleibe umsetzen.

Aktuell arbeitet die Bürgerstiftung, zusammen mit mehreren Kooperationspartnern, intensiv an einer Machbarkeitsstudie. Mit dem Neubau des Mercator-Hauses soll ein Ort von Bürgern für Bürger entstehen. Bisher wird überlegt Büros, Wohnungen, eine Gastronomie und repräsentative Räume, die von Bürgern z.B. für Familienfeste angemietet werden können, zu integrieren. Auch die Idee, die Mercator-Sammlung des Kultur- und Stadthistorischen Museums in das Mercator-Haus zu verlagern, wird diskutiert. Momentan liegen die alten Gemäuer jedoch noch gut geschützt im Kies, abgedeckt mit Folien, sodass sie erst einmal konserviert sind, bis es einen genauen Plan über die Zukunft des Mercator-Hauses geben wird.

Duisburgs Bürgerinnen und Bürger, ansässige Unternehmen und die Stadt arbeiten mit Nachdruck daran, den Traum vom Mercator-Haus Wirklichkeit werden zu lassen. Wann es so weit sein wird, das steht noch in den Sternen. Fest steht allerdings, dass sich das Projekt „Wiederaufbau Mercator-Haus“ nicht ohne Spenden umsetzen lässt.

Weitere Informationen sowie eine Spendenadresse sind auf dem Flyer der Bürgerstiftung zu finden.

 

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Mercator Matinéen 2014

Durch die hohen Qualitätsansprüche haben die Mercator Matinéen im Kultur- und Stadthistorischen Museum inzwischen ein Stammpublikum in Duisburg gewonnen. Erstmals nimmt die VHS Duisburg die Matinéen in ihr Semesterprogramm auf. Diese Kooperation zeigt, welcher Wertschätzung sich die Vortragsreihe inzwischen in Duisburg und darüber hinaus erfreut. In diesem Jahr wird das Thema „Reisen und Entdecken“ – im weit gefassten Sinne – einen Schwerpunkt bilden. Die Veranstaltungsreihe der Mercator Matinéen beleuchtet unter verschiedenen Aspekten die Auswirkungen von Gerhard Mercator bis in unsere Gegenwart hinein. Weiterlesen »

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Geburtstag: Mercator wird zwei Jahre plus 500

„Wir feiern Geburtstag und laden ein!“

Mercators Nachbarn gaben sich am 5. März die Ehre und zelebrierten den Ehrentag des einstigen Wissenschaftlers, der in diesem Jahr 502 Jahre alt geworden wäre.

Mit einigen Grußworten empfingen Kurt Walter, Klaus-Dieter Brüggenwerth, die beiden Stadtführer, und Mercator alias Roland Wolf die Geburtstagsgäste am Mercatorbrunnen vor dem Rathaus.

Von dort spazierte die Gesellschaft zum einstigen Wohnhauses des Kartografen, dessen Grundrisse für die Gesellschaft auf die, zum Schutz zugeschütteten, Fundamente nachgebildet worden waren.  Klaus Becker von der Bürgerstiftung Duisburg, der sich um das Projekt “Wiederaufbau Mercatorhaus” kümmert, erklärte den weitreichenden Umfang eines solchen ambitionierten Bauvorhabens. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen der Stadt ist gerade eine sogenannte “Machbarkeitsstudie” in Arbeit. Die Ergbnisse sollen um die Osterzeit vorliegen.

Außerdem muss  mittels historischer Bilder/ Bücher/ Funde etc. recherchiert werden, wie Mercators Haus im Detail ausgesehen haben könnte, um es getreu nachzubilden.  Eine echte Herausforderung, die viel zeitlichen Aufwand verlangt.

Zum Abschluss des Geburtstagstreffens ging es in die Kultur- und Stadthistorische Museum. Nach einem kleinen Imbiss erklärt die Designerin Ulrike Altegoer ihre Absicht ein originalgetreues Mercatorgewand zu schneidern, dass sie dem zukünftigen Mercatormuseum (?) widmen möchte. Wenn sie sich allein nur um dieses Kleidungsstück kümmern würde und Tag und Nacht schneiderte, bräuchte sie ganze vier Wochen, um es fertig zu stellen.

Es tut sich also einiges in Sachen Duisburg und Mercator, es bleibt spannend.

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