Ergebnisse des Designwettbewerb Mercatorstuhl und Lange Bank für den Portsmouthplatz liegen vor

Im Rahmen eines Design-Wettbewerbs der Stadt Duisburg für Studierende des Fachbereiches Gestaltung der Folkwang Universität der Künste in Essen sollten Sitzmöbel für den neuen Duisburger Bahnhofsplatz / Portsmouthplatz entwickelt werden. Hierbei sollte der beliebte Duisburger Mercatorstuhl ein neues, frisches Design erhalten und dabei seinen Wiedererkennungswert bewahren. Als zweites Objekt sollte die sogenannte Lange Bank, die ebenfalls als Gestaltungselement des Bahnhofsplatzes aus dem Charrette-Verfahren hervorgegangen ist, weiterentwickelt werden.

Insgesamt wurden die Erwartungen der zehnköpfige Jury unter dem Vorsitz von Prof. Marion Digel, Dekanin des Fachbereichs Gestaltung der Folkwang Universität der Künste,

durch die Qualität der Entwürfe mehr als erfüllt. Alle vier eingereichten Entwürfe belegen durch individuelle charakteristische Stärken, dass auch innerhalb einer sehr eingegrenzten Ausschreibung mit Ideen und Sorgfalt für das gestalterische Detail, hervorragende, sehr unterschiedliche Ergebnisse möglich sind.

Die Qualität der vier Arbeiten lag dicht beieinander und machte es der Jury nicht leicht, eine Rangfolge zu erstellen. Nachdem der Wiedererkennungswert des Mercatorstuhls schließlich ausschlaggebend für die Differenzierung zwischen den Entwürfen von Daniel Wilkens (erster Platz) und von Anne Karrenbrock und Sabet Regnery (zweiter Platz) war, war es der Jury dennoch nicht eindeutig möglich, sich auf einen Platz drei festzulegen. So gab es statt eines dritten Preises zwei Anerkennungen für die Entwürfe von Niklas Markloff und Daniel Rauch.

Die Entwürfe des Mercatorstuhl und der Langen Bank von Daniel Wilkens werden im Rahmen der Neugestaltung des Duisburger Bahnhofplatzes realisiert. Nach Prüfung der Entwürfe steht nun fest, dass die Ideen des Wettbewerbssiegers im Rahmen des zur Verfügung stehenden Budgets umgesetzt werden können. Mit Fertigstellung des Portsmouthplatzes 2017 werden nach derzeitigen Planungen 20 Mercatorstühle und die Lange Bank zum Verweilen auf dem Platz einladen.

Bewertung der Arbeiten durch das Preisgericht

1. Preis: Daniel Wilkens

Die Gestaltung der Langen Bank überzeugt durch ihre charakteristischen Ideen. So ist die Bank zur Platzseite schräg angeschnitten und bricht somit aus der Parallelität der Platzstrukturen aus. Gelungen ist die Gliederung der Bank über vier verschieden lange, trapezförmige Abschnitte, die Dynamik und Rhythmik erzeugen. Prägnant ist die Auskragung des dunkelgrau eingefärbten Betonsockels zur Platzseite. Dieser wird mit einem im Boden eingelassenen Leuchtband diffus angestrahlt.  Die quer oder längs zur Bank montierbaren Rückenlehnen ermöglichen verschiedene Blickrichtungen auf den Platz mit variablen Sitz- und Liegepositionen. Mal kann das Lehnenelement näher an die Bankkante, mal weiter in die Mitte gesetzt werden. Die Bank hat einen engen Bezug zum Stuhl und zusammen sind sie ein starkes Ensemble.

Der neue Mercatorstuhl präsentiert eine intelligente Form mit eigener Zeichenhaftigkeit. Lobenswert ist seine Ausgewogenheit von Gewicht und Leichtigkeit. Das Redesign löst die konstruktiven Schwächen des alten dreibeinigen Mercatorstuhls. Die Lattung zeigt eine rustikalere Wirkung als sie für diesen urbanen Platz gewünscht ist.

Die Arbeit setzt sich mit der Nutzung auf dem Platz auseinander. Sie schafft ein Kunstwerk, welches die Interaktion zwischen den Nutzern des Platzes auf einer Anzeigetafel abbildet. Der Einbau eines GPS-Senders in jedem Stuhl hat somit über die Sicherung der Möbel hinaus eine innovative Zusatzfunktion. Die Anzeigentafel bietet das Potential, sie auch für andere Informationen zu nutzen.

Für die Durcharbeitung des Entwurfes empfiehlt das Preisgericht die Anordnung der Rückenlehnen modular konsequenter auszuarbeiten, ihre Abfolge zu verdichten und über die Befestigung nachzudenken (wartungsfreundlich). Hinsichtlich des Stuhls wird angeregt, die Befestigungspunkte unsichtbar zu gestalten und Sitztiefe und Breite zu überarbeitet. Das Thema Licht sollte gestalterisch und technisch detailliert werden. Über die Auswahl des Holzes und der Farbigkeit sollte nachgedacht werden.

 

2. Preis : Anne Karrenbock und Sabet Regnery

Der Entwurf der Langen Bank besticht durch seine Klarheit, sich als bewegtes Element über den Platz zu ziehen. Das wellenförmige Auf und Ab der Sitzauflage formt flache und steilere Rückenlehnen aus, die verschiedene Sitz- und Liegepositionen ermöglichen. Der spielerische Umgang mit den Lehnen ist optisch und funktional gut und basiert gleichsam auf einer einfachen Konstruktion. Bequemlichkeit und Beinfreiheit schafft die nach innen gerichtete Trapezform des Sockels. Diese ermöglicht auch eine ansprechende indirekte und  farbige Beleuchtung. Sechs Unterbrechungen der Langen Bank schaffen eine hohe Durchlässigkeit für den Platz. Das Bild der vorbeiziehenden Kähne findet Zuspruch.

Der Familiencharakter von Bank und Stuhl ist deutlich ablesbar. Die Elemente überzeugen als Ensemble, jedoch ist das Design des Mercatorstuhls allein zu schwach. Winkel und Proportionen des neuen Stuhls weichen weit von denen des Ursprungsmodells ab und so ist der Wiedererkennungswert nicht gegeben.

Es bestehen Bedenken hinsichtlich der Stabilität der Stuhlkonstruktion. Der Komfort beim Aufstehen ist durch fehlende Armlehnen eingeschränkt.

Anerkennung: Niklas Markloff

Die Neuinterpretation des Mercatorstuhls ist mutig und zeichnet sich durch seine Klarheit und Einfachheit aus. Dabei ist ein hoher Wiedererkennungswert, auf den die Ausloberin großen Wert legt,  gegeben. Das Gewicht und das Material des Stuhls (rostfreier Edelstahl) werden als problematisch angesehen.

Das Ziel, einen gestalterischen Bezug zwischen Mercatorstuhl und Bank herzustellen ist nicht erfüllt. Beide Elemente zeigen eine hohe Eigenständigkeit. Die Lehnen der Bank erscheinen in ihrer Ausprägung beliebig. Sie stellen in ihrer eckigen, scharfkantigen Ausformung ein Gefahrenpotential im öffentlichen Raum dar. Die angedachte Beleuchtung der Bank, die im Sockel hinter einer transparenten Verkleidung sitzt, wird aufwendig in der Herstellung und der Unterhaltung. Eine Durcharbeitung der Bank in ihrer Gesamtlänge ist nicht vorhanden.

Anerkennung: Daniel Rauch

Das Redesign des Mercatorstuhls zeichnet sich durch seine Nähe zum Ursprungsstuhl aus. Die Wesensmerkmale des Originalstuhls wurden in seiner Neuinterpretation deutlich herausgearbeitet. Der Stuhl zeigt eine aufwendige Abwicklungskonstruktion, die allerdings pfiffig ist. Statisch weist der Stuhl Schwächen auf. Die Ausführung von Sitzfläche und Rückenlehne in Edelstahl ist sehr aufwendig. Sitzhöhe und die leichte Neigung der Sitzfläche liefern Bequemlichkeit, wobei die fehlenden Armlehnen als funktionale Schwäche gesehen werden. Die Trapezform, die Stuhl und Bank gestalterisch verbinden soll, ist erklärungsbedürftig, so dass den Elementen der gewünschte Familiencharakter fehlt.

Die Lange Bank wirkt in ihrer Gesamtabwicklung statisch, hat wenig Bezug zum belebten Platz. Der Sockel mit seiner nach außen gerichteten Trapezform erzeugt ergonomische Schwächen. Eine Beleuchtung der Bank ist nicht angedacht. Das Potential mit beweglichen Armlehnen zu arbeiten wurde nicht erkannt.

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Mercator-Matinee: 1.000 m tief – Korallenriffe im Dunkeln

Im Rahmen der Reihe Mercator-Matinee gibt es am Sonntag, 26. Oktober, im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Innenhafen um 11 Uhr einen Vortrag zum Thema Korallenriffe. Die monatliche Veranstaltungsreihe der Mercator-Matinéen beleuchtet unter verschiedenen Aspekten die Auswirkungen von Gerhard Mercator bis in unsere Gegenwart hinein.

Vor 2,7 Millionen Jahren setzte auf der Nordhalbkugel ein Zyklus von Kalt- und Warmzeiten ein und führte phasenweise zu einer massiven Vergletscherung bis hinein nach Norddeutschland. Zeitgleich begannen sich Steinkorallen in ca. 1000 m Tiefe in zuvor ungeahnten Ausmaßen anzusiedeln. Damit wurde ein gigantischer Riffbildungsprozess eingeleitet, der bis in die Gegenwart zur Bildung von bis zu 350-m-hohen Korallenhügeln geführt hat. Der Vortrag lädt ein zu einer Reise in die Welt der Kaltwasserkorallen. Basierend auf aktuellen Expeditionen mit den deutschen Forschungsschiffen Maria S. Merian, Meteor und Poseidon werden die faszinierenden Lebensgemeinschaften der tiefen Riffe beleuchtet.

Eine Anmeldung für die Veranstaltung ist nicht erforderlich. Der Eintritt beträgt 6 €, ermäßigt 4 €, inklusive einem Glas Wein oder Saft und dem Besuch der Mercator-Ausstellung!

 

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Mercator–Matinée: Mit dem Segelboot auf den Spuren Magellans

Beim Mercator-Matinée am Sonntag, 28. September, um 11 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz 1 in Duisburg-Mitte erzählt Detlef von Schmeling über seine Segelreise um die Erde.

Mit der Segelyacht „Jenny von Westphalen“, einem hölzernen Boot aus den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts, mit Heimathafen Duisburg, unternahm von Schmeling diese Reise in den Jahren 1995 bis 1997.  Was Detlef von Schmeling und die Crew in diesen zwei Jahren für sich entdeckt haben, davon berichtet er in seinem Vortag.

Die monatliche Veranstaltungsreihe der Mercator-Matinéen beleuchtet unter verschiedenen Aspekten die Auswirkungen von Gerhard Mercator bis in unsere Gegenwart hinein.

Der Eintritt beträgt sechs Euro, ermäßigt vier Euro.

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Mercators Atlas:Vortrag in der VHS am 23. September

Mercators Globen und Karten eroberten Ende des 16. Jahrhunderts die europäische Welt. Nach ihnen navigierten die englischen, spanischen, französischen und portugiesischen Entdecker, Eroberer und Kolonisatoren der Neuen Welt. Doch Mercators Werk hatte nicht nur Folgen für die Seefahrt. Er sorgte in Europa buchstäblich für ein neues Weltbild, das Philosophie, Theologie, Dichtung und Kunst zu einem fundamentalen Umdenken zwang und den Funken der Aufklärung zündete.

In einem Vortrag zum Thema am Dienstag, 23. September, um 20 Uhr schildert Reinhard Haneld die Folgen der Entdeckung der Neuen Welt und der Veranschaulichung des neuen Bildes der Erde für den geistigen Horizont unseres Kontinents. Der Eintritt zu dem Vortrag im VHS-Gebäude,  Königstraße 47, beträgt fünf Euro an der Abendkasse.

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Günter Verheugen wird Mercator-Professor

Günter Verheugen, der Ex-Vizepräsident der Europäischen Kommission, übernimmt im Wintersemester die Gastprofessur für Politikmanagement der Stiftung Mercator an der Uni Duisburg-Essen.
Die Gastprofessur wird seit dem Jahr 2008 an ausgewiesene Kenner der politischen Praxis verliehen. So wird Verheugen in einem Seminar mit Studierenden und Promovenden über die Entscheidungsprozesse in der EU diskutieren. Zu seinen sechs Vorgängern gehören unter anderem die früheren SPD-Spitzenpolitiker Peer Steinbrück und Wolfgang Clement sowie die Ex-Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts, Jutta Limbach.

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Mercator-Matinée:„Fernando Magellans Weltumseglung 1519-1522, eine Entdeckungsfahrt?“

Dr. Albrecht Sauer hält am Sonntag, 31. August, um 11 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz 1 einen Vortrag mit kritischer historischer Bewertung der berühmten Expedition von Fernando Magellan. Der Referent ist Leiter der Abteilung Nautik des Deutschen Schifffahrtsmuseums in Bremerhaven.

Im Jahr 1519 bricht eine spanische Flotte unter dem Kommando von Fernando Magellan – eigentlich Fernão de Magalhães – auf, um auf dem westlichen Seeweg die indonesischen Molukken zu erreichen. Drei Jahre später kehrt ein einziges Schiff der Flotte zurück: Magellan und der größte Teil der Besatzungen sind tot. Der Erlös der mitgeführten kostbaren Gewürze lässt die Reise jedoch zu einem solchen wirtschaftlichen und politischen Erfolg werden, dass noch 1603 der Nürnberger Verleger Levinus Hulsius gegenüber dem deutschen Lesepublikum von ihr als eine der “wunderbarsten … Schiffarten, so jemals verricht worden” spricht. Auch in der Folgezeit werden Unternehmungen wie diese im Regelfall bewundert. Sie begründen sogar das Signet für eine ganze Epoche: Das Zeitalter der Entdeckungen. Dabei stehen Aspekte wie Wagnis, Kühnheit, der wissenschaftliche Erkenntnisgewinn und die Prosperität der Seefahrt betreibenden Staaten im Vordergrund der Betrachtung. Ob ein solches Verständnis auch heute noch tragfähig ist, thematisiert der Vortrag von Dr. Albrecht Sauer: Er führt in die Fahrt selbst ein und umreißt ihre historische Bewertung.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt kostet sechs Euro, ermäßigt vier Euro inklusive einem Glas Wein oder Saft und dem Besuch der Mercator-Ausstellung.

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Einladung: Status Quo des Mercators Gewandes

Referenz: Bronzino: Lesende Frau der Renaissance

Die „Mercator Nachbarn“ lassen Gewänder für Mercator und seine Zeitgenossen anfertigen, die der Zeit von 1569 historisch so genau wie möglich entsprechen. Die ersten Kleidungstücke hat die Kostümbildnerin Ulrike Altegoer fertig gestellt: das Barett für Mercator und die Weste für Walter Ghim, der die Vita seines Freundes Mercator schrieb. Beides werden wir im Laden des „Hafenkults“ an der Wallstraße zeigen und neue Kleidungs- Projekte vorstellen.

Auch Sie können in die Rolle eines Zeitgenossen Mercators schlüpfen!- Möchten Sie Teil eines Gewandes in Auftrag geben?

Dienstag, 2. September 2014, 18 Uhr

Hafenkult Wallstraße 6

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Schatzsuche: Führung durch die Mercator-Schatzkammer

Eine Familienführung durch die europaweit bedeutende Mercatorsammlung bietet das Kultur- und Stadthistorische Museum am Johannes-Corputius-Platz 1 am Sonntag, 17. August, um 15 Uhr an. Werner Pöhling stellt die „Mercator-Schatzkammer“ vor, in der die Globen und Atlanten des berühmtesten Kartographen vor 400 Jahren ausgestellt sind. Auch der älteste Duisburger Stadtplan aus dem Jahre 1566, der vom Mercatorschüler Johannes Corputius geschaffen wurde, ist dort im Original zu sehen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt kostet 4,50 Euro.

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Gewandprobe

Ein Gewand für Mercators Zeitgenossen ist der Anfang: Ziel ist es, die Kaiser Karl Gesellschaft aus Flandern in historischen Gewändern zu empfangen. Am besten natürlich zur Einweihung des wieder errichteten Mercatorhauses. Soweit die Wunschvorstellung. “Mercator bei Nachbarn” nennt sich die Gruppe hinter dem Projekt. Kurt Walter, Klaus Brüggenwerth, Heinz Hüls, Raphaela Scholer und Jonas Krüning wollen mit ihrem Engagement den Kartografen stärker ins Blickfeld der Duisburger Bürger rücken.

Am 27. Juni gab es erst einmal die erste Kleiderprobe. In der Außenstelle des Künstlerhauses “Hafenkult” stellte die Schneiderin Ulrike Altegoer ihre Arbeit vor.

Sie richtet sich dabei an historische Vorgaben, etwa alte Stiche aus der Zeit Mercators (16. Jh). Die Detailtreue ist hierbei auch die Krux: viele Materialien müssen über besondere Wege angefordert werden (u.a. aus Museen).

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Mercator – Matinée: Maria Sibylla Merian

Zu einem Vortrag über Maria Sibylla Merian (1649 – 1717) lädt das Kultur- und Stadthistorische Museum am Johannes-Corputius-Platz 1 am Sonntag, 6. Juli, um 11 Uhr ein. Prof. Dr. Kurt Wettengl, Direktor des Museums Ostwall in Dortmund, betrachtet Merians Lebensleistung nicht nur unter künstlerischen und naturwissenschaftlichen Aspekten, sondern auch im Hinblick auf ihre Stellung als Verlegerin und Unternehmerin, die sie zu einem Leitbild in der feministischen Literatur gemacht hat.

Schon im Alter von 13 Jahren betrieb Maria Sibylla Merian erste systematische Insektenstudien am Beispiel des Seidenspinners. Waren die Insekten zunächst nur Beiwerk ihrer Blumenbilder, so rückte der „Raupen wunderbare Verwandlung” zunehmend in den Mittelpunkt ihrer Untersuchungen, die sie mit eigenen Kupferstichen in einem mehrbändigen Werk veröffentlichte und selbst verlegte. Ihr bedeutendstes Buch, das großformatige Kupferstichwerk über die surinamischen Schmetterlinge, war das Ergebnis einer zweijährigen gefahrvollen Forschungsreise in die Tropen und machte sie über ihren Tod hinaus berühmt.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt kostet 6 Euro, ermäßigt 4 Euro, und beinhaltet ein Glas Wein oder Saft und den Besuch der Mercator-Ausstellung.

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